In meine Familie gab und gibt es hervorragende Köchinnen und Köche. Alle wissen meistens, was sie tun. Nur leider sind sie selten in der Lage, Rezepte weiter zu geben. Warum?
Weil alle Mengenangaben a Bissle davon, oder das merksch dann, wieviel du brauchsch lauten.
Ich gebe zu, ich bin da ähnlich, versuche hier aber, einigermaßen logische Rezepte zu basteln.
Ich koche, weil ich Spaß daran habe. Meistens ist es ziemlich lecker. Manchmal auch nicht.
Der erste Sonntag im Monat... Ihr wisst, was das heißt?!
Richtig, die Leckeres für jeden Tag-Blogger sammeln heute mal wieder Rezepte.
Unser Thema lautet in diesem Monat “Gutes im Glas”.
Ooookay, es gibt hier ja schon eine ganze Menge Zeug im Glas: Eingelegtes, Chutneys, Saucen, Salate und Suppen, Gewürzmischungen und ich weiß nicht, was nicht noch alles in Ball Jar, Mason Jar
und Weckgläsern Platz gefunden hat. Entsprechend stehen im Vorratsraum zwei große Kisten mit allerlei Glaswaren. Fragt mal den Herrn zimtkringel...
Aber hey, unverhofft kommt bekanntlich oft und man kann ja nie wissen, wann einen ein plötzlicher Einweck-Anfall überkommt und man notfallmäßig Marmelade, Gurken oder Wurst einkochen muss.
Alles schon vorgekommen.
Zu Hülf! Zu Hülf!
Ein rezepttechnischer Hilferuf schallt durch die Nacht!
Tadaaaaa! Frau zimtkringel to the rescue!
Ich werfe mein Superheldinnen-Foodblogger-Cape über und starte durch! Ziiiiiiiiinggggggg!
Ja. Nein. Also, mit viel gutem Willen könnte man es vielleicht so auslegen. Tatsächlich hat der Gatte mich einfach gefragt, ob ich denn ein bestimmtes Rezept auf dem Blog hätte, denn ein Freund hätte es furchtbar gerne.
Beide sind momentan ein wenig auf dem Gesundheitstrip, deshalb sollte es sich auch um ein Salatrezept handeln.
Extrem gesund. Hüstel. Wurstsalat.
Die Wikipedia sagt, Wurstsalat sei ein mit Essig, Öl und Zwiebeln sauer marinierter Salat aus Wurst, meist Brühwurst wie Lyoner. Ok. Ich sage, Salat ist hier Definitionssache, aber Wurstsalat ist einfach extrem lecker ... vorausgesetzt, man ist kein Vegetarier oder gar Veganer.
Dann ist Wurstsalat schlichtweg eine Frechheit.
Wir gehören aber zum Team Yummie! Wurstsalat! Und es ist höchste Zeit, dem hier mal eine Bühne zu geben.
Uuuuuund hier sind sie nun, die Böhmischen Hefeknöfel, wie meine Mama Erika sie zur Dillsauce serviert hat.
Für unsere Familie eines der absoluten Leibgerichte, das schon unsere Oma Marie so auf den Tisch brachte.
Es handelt sich um luftige, elastische, längliche Knödel, die nach dem Garen in Scheiben geschnitten werden.
So ein Knödel reicht schon mal locker für mehrere Portionen. Gegessen werden sie normalerweise zu Gerichten mit viel Sauce.
Bei uns eben zu besagter Dillsauce aber auch zu Svickova - Rind in böhmischer Sauce sind sie großartig.
Sie schmecken frisch zubereitet am Besten, meine Mama hat die ganzen Knödel aber oft auch über Wasserdampf nochmal aufgewärmt bzw. warm gehalten, bis endlich die ganze Familie zum
Essen da war. Das Originalrezept, das mir meine Mama hinterlassen hat, war entsprechend auch für vier mittelgroße Knödel gedacht. Ich habe hier nur die halbe Menge genutzt
und daraus einen Knödel fabriziert, der fast den Topf gesprengt und locker acht dicke Scheiben geliefert hat.
Kennt Ihr das auch? Ihr bekocht andere Menschen wirklich gerne. Trotzdem freut Ihr Euch, wenn mal alle weg sind und es endlich mal das gibt, was Ihr und nur Ihr allein mögt?
Keiner, der mit hochgezogenen Augenbrauen in den Topf guckt. Niemand, der vernehmlich durch die Nase schnaubt, wenn er meine Experimente oder gar gesunde Sachen essen soll?
Nun, das ist bei mir heute mal der Fall! Hurray!
Während es bei solchen Gelegenheiten für mich dann schon auch mal Pizza aus der Kühltruhe gibt oder ich es mir mit einem schnellen Burger gemütlich mache, habe ich heute Zeit, viel Zeit! Und vor allem auch Lust, etwas buntes, knuspriges zu basteln.
Trommelwirbel, es gibt weder Leber noch Kürbis, Knödel oder Spargel (meine liebsten Simone-ist-allein-daheim-Speisen), nein, heute gibt es Erbsen! Nur für mich!
Falls Ihr jemals den Header von zimtkringel gelesen haben solltet, wisst Ihr vielleicht, dass meine Kochgeschichte in den Küchen meiner Omas, meiner Mama und der restlichen Familie begonnen hat und eben diese Familie ihre Rezepte für gewöhnlich etwas vage hielt.
Auf die Fragen was, wie viel, wann, warum kam oft genug die Antwort "Das merksch dann, musch halt probieren."
Es wurde und wird aus dem Bauch und von Herzen gekocht. Rezepte hat(te) man im Kopf und auf der Zunge.
Dabei gab und gibt es viele Gerichte, deren Weitergabe an diese und nach Möglichkeit weitere Generationen uns wichtig ist.
Schon allein, weil wir sie alle gerne bei Mama und Oma gegessen haben. Einige habe ich hier bei zimtkringel über die Jahre gesammelt. Einige hat meine Mama auch extra für den Blog noch einmal
gekocht, mir dann das Rezept zumindest der Spur nach diktiert und mich nebenher fotografieren lassen. Bei Mama Erikas
Apfelstrudel fungierte sie vor fast zehn Jahren sogar als Handmodel.
So. Die Sache ist ja die: Ich mag unheimlich gerne Gemüsesalate aller Art.
Also so mit rohem Gemüse. Besonders gerne Krautsalat aka Cole Slaw in sämtlichen Variationen.
Nun gibt es da zwei Haken: Schwierigkeit eins, der Gatte ist kein Fan. Schwierigkeit zwei, es gibt bereits gefühlt zwölfzig Rezepte dazu bei zimtkringel.
Aber: Ich habe eine ganz persönliche monatliche Überraschungstüte abonniert, soll heißen, ich bekomme eine Obst- und Gemüsekiste geliefert und ab und zu ist da halt auch mal ein kleiner Krautkopf drin. Diesmal auch.
Ich: Hurray! Der Mann: Uff!
So, nun, da ich diese grammatikalisch nicht ganz richtige und inhaltlich einigermaßen verworrene Einleitung hinter mich und Euch gebracht habe, sag ich mal, worauf das hier hinaus läuft: Farmersalat.
Nix anderes, als noch ein Gemüsesalat und ja, Weißkohl ist auch drin. Heißt diesmal nur anders.
Dafür passt mein Rezept ganz wunderbar zum laufenden Blogevent CCXXX bei Zorra vom kochtopf mit Host Tanja vom Blog Schlundis. Thema ist nämlich Alles rund um den Rost – Grillideen, Beilagen & Sommergenuss
Ich habe einen Schweizer Mann, der seit gut 25 Jahren in Schwaben lebt. Bei seinem allerersten Besuch in Schwabilon, lange, ehe es überhaupt spruchreif wurde, dass er eines Tages hier landen würde, wollte ich ihm unser Ländle ein wenig nahe bringen und habe den armen Kerl gezwungen, mit mir auf einen unserer Aussichtsberge zu wandern, um dort Burg und Burgrestaurant zu besuchen.
Immer mit dem Versprechen, dass es oben auf der Feste einen ganz wunderbaren Schwäbischen Rostbraten geben werde.
Nun bin ich ja mal so gar kein Outdoormensch, dachte aber, der Mann kommt aus den Bergen, also würde er eine kleine Bergtour wohl zu schätzen wissen.
Ich mag so gerne Schnitzel!
Am liebsten die ganz knusprig panierten Wiener Schnitzel mit schöner, luftiger Panade und gerne einem Salätchen dazu.
Neulich habe ich eine Sendung dazu gesehen, die sich ohne Witz eine gute halbe Stunde mit der Kunst des echten, richtigen Schnitzebratens, pardon, Schnitzelbackens beschäftigt hat.
Und ich fand es spannend!
Nun bekomme ich so ein paniertes Schnitzel zur Not auch hin, aber so eine richtige Heldin bin ich nicht. Deshalb geh ich, wenn es knuspern soll, auch gerne zur Dorfgaststätte des Vertrauens.
Gehen ist hier wörtlich zu nehmen, denn wir wohnen keine 200m davon entfernt - und bestelle mir SchniPoSa. Richtig. Schnitzel mit Pommes und Salat. Ganz schnöde und langweilig. So bin
ich. Bissi vom Dorf.
Bei meiner Mama gab es viele Jahre lang ein Ritual:
Einmal in der Woche kochte sie sich einen Riesentopf Kartoffelsuppe und freute sich dann immer tellerweise jeden Tag daran.
Da wir im selben Haus wohnten und meine Mama tageweise durchaus Frühaufsteherin war, konnte es passieren, dass mir am Kochtag schon morgens auf meinem Weg zur Arbeit der Duft von herzhafter Suppe im Treppenhaus entgegen waberte.
Das war sozusagen der Duft der Heimat.
Nun, mir war´s neulich ein wenig nach Erinnerungen mit Wohlfühlfaktor, also musste eine herzhafte Kartoffelsuppe in der Topf. Weil ich es da ähnlich halte, wie meine Mama, wandert auch bei mir noch allerlei anderes Gemüse mit hinein.
Wie immer in letzter Zeit habe ich auch diesmal den InstantPot aus dem Schrank gekramt.
Das Rezept funktioniert selbstverständlich auch im normalen Dampfkochtopf und auch im stinknormalen Kochtopf ganz ohne Dampf. Die Kochzeiten ändern sich dann eben. Ich halte mich bei meiner
Beschreibung auch heute wieder an die Abläufe beim InstantPot und vertraue darauf, dass Ihr bei anderen Kochgerätschaften merkt, ob Gemüse gar ist, oder nicht. Ihr seid ja schon groß.
enthält Werbung* Heute ist es soweit: Am 9. Mai feiert die SchapfenMühle den Tag des Dinkels und wir hier bei zimtkringel feiern mit.
Nachdem ich letzte Woche schon nicht widerstehen konnte, und quasi vor dem Termin unbedingt schon schwäbische Dinkel-Kartoffel-Stecken mit Käse-, Salz-Kümmel- und Gewürztopping gebacken und natürlich auch gevespert habe, zeige ich Euch heute - diesmal termingerecht zum Foodfeiertag - dass man mit Dinkel nicht nur backen kann.
Heute gibt es Dinkelsotto aus Dinkel wie Reis, der leckeren Reis-Alternative aus dem Angebot der SchapfenMühle. Getoppt wird es mit mediterranen Ofentomaten.
So ist das bei Foodbloggern, Ihr wisst schon.
Ich musste tatsächlich das halbe Jahrhundert erreichen, ehe ich das erste Mal in meinem Leben Mangold zubereitet habe. Vor ziemlich genauch drei Jahren habe ich für den leider nicht mehr laufenden Foodblogger-Jahreskalender Saisonal schmeckt´s besser Malfatti aus Mangold mit brauner Butter gebastelt. Damals war es übrigens eine echte Gugelfuhr (Kennt Ihr das Wort? Schwäbisch! Schlagt es nach!), Mangold auf unserem Wochenmarkt zu bekommen.
Dabei ist Mangold, in der Schweiz Krautstiel genannt, eine uralte Kulturform der Rübe, verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe und der Roten Rübe und wurde früher sogar zur
Zuckergewinnung genutzt. Diesmal bin ich gleich zum Bio-Stand des Vertrauens gegangen und siehe da: bunter Mangold körbeweise!
Mein Lieblingskuchen?
Neben dem Apfelstrudel meiner Mama Erika ist das mit Abstand Donauwelle. So richtig schöne altmodische Donauwelle.
Und Käsekuchen. Und Schwäbischer Träubleskuchen.
Und Marmorkuchen, aber nur, wenn Thomas den backt.
Und Himbeerkuchen.
Ok, wenn man das so liest, merkt man es nicht so sehr, aber Kuchen ist eigentlich nicht so arg meins und steht relativ selten auf unserem Speiseplan.
Nun haben aber die Leckeres für jeden Tag-Blogger für den Mai das Thema Lieblingskuchen gewählt und plötzlich stand ich vor der Frage, was denn eigentlich mein Lieblingskuchen sei.
Ok, siehe oben. Tja, und dann musste ich erstmal in meinem eigenem Verzeichnis nachlesen, ob die Donauwelle bei mir nicht schon irgendwo aufgetaucht ist.
Zu meiner eigenen Überraschung gab es sie bislang nicht.
Dabei durfte sie früher praktisch bei keinem Geburtstag und keiner Konfirmation fehlen.
Also sollte es Donauwelle werden. Die ist normalerweise aber ein richtig großer Blechkuchen. Mit ein Grund, warum es die früher bei unseren riesigen Familienfesten praktisch immer gab.
Da wir dieser Tage ja nur noch ein kleiner Kuchenesserkreis bei zimtkringel sind, bastle ich hier eine kleine Ausgabe davon.
enthält Werbung* Ich weiß ja nun nicht, wie sehr Ihr Euch mit irgendwelchen Nahrungsmittel-Feiertagen beschäftigt.
Das verlangt auch kein Mensch. ...es sei denn, Ihr seid vielleicht Foodblogger. Dann rücken so weltbewegende Daten wie z.B. der Tag des Cheeseburgers oder womöglich der Tag der Piña Colada in den Fokus. Oder auch nicht...
Am 9. Mai ist auf jeden Fall der Tag des Dinkels und das ist nun tatsächlich für unsere Region einigermaßen spannend, sitzen wir doch als "Blog aus dem Herzen
des Schwabenlandes" praktisch im traditionellen Zentrum des Dinkelanbaus.
Kennt Ihr das schnellste Gebäck überhaupt? Palmiers! Hörst sich fancy an, gell?
Bissi nach Konditor, bissi nach französischer Patisserie, bissi nach Luxus.
Jo. Also. Wir kommen vom Land. Bei uns heißen die Dinger Schweineöhrchen. Nicht ganz so fancy aber lecker sind die kleinen knusprigen Dingerchen allemal.
Und extrem easy in der Herstellung, sollten sich kurzfristig Gäste ankündigen oder Euch der kleine Knusperhunger überfallen.
Kann ja alles mal passieren.
Ich wollte eigentlich nur auf die Schnelle etwas Knuspriges zu einer Einladung mitbringen und hatte allerlei Kuchen im Sinn.
Dann setzte aber nicht nur die Faulheit ein, nein, mir ist noch dazu eingefallen, dass einer der Beteiligten nix Süßes mag.
Mit fortgeschrittenem Alter - und glaubt mir, an so manchem Morgen empfinde ich mein Alter als deutlich fortgeschritten - wird der Kreis der Lieben, die mit am Kaffeetisch sitzen oft spürbar kleiner. Das ist auch bei uns so.
Nun könnt Ihr entweder Eure eigene Kuchenzufuhr deutlich steigern, in Kauf nehmen, dass man das ein oder andere trocken gewordene Kuchenstück entsorgen muss - was meinem Schwabenherz natürlich furchtbar zuwider ist - beginnen, rundum Gebäck zu verteilen oder Ihr backt ab sofort einfach kleinere Brötchen, bzw. in diesem Fall deutlich kleinere Kuchen.
Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte gibt, die genau auf unsere Bedürfnisse im Zwei-Personen-Haushalt mit mäßigem Kuchenappetit zugeschnitten
sind. Also bastle ich mir selbst welche.
Tja, Gewohnheiten...
Je älter ich werde, desto lieber und beständiger halte ich an Gewohnheiten fest.
Eine unserer liebsten Regelmäßigkeiten ist unser allwöchentlicher Foodie Friday. Soll heißen, am Freitagabend gehen Muddi und Vaddi zimtkringel mit den immer gleichen Freunden weg und kommen satt und zufrieden wieder heim.
Und weil unsere Freunde in der selben Altersklasse sind, halten auch sie gerne an Gewohnheiten fest. Eine davon ist, dass unsere liebe Freundin in einem bestimmten Restaurant gerne die Speisekarte studiert, um dann unweigerlich bei ihrem Lieblingsessen zu landen: Larb, Salat aus gehacktem Fleisch, einem der Nationalgerichte
der Demokratischen Volksrepublik Laos .
enthält Werbung* Meinen Hang zu schönem, wertigen Küchengedöns habe ich hier ja nun schon mehrfach aufblitzen lassen. Ok, oft.
Ja, ich weiß. Langweile ich Euch? Nö, oder?
Ich mag einfach alles, was man auf Herd und Tisch nutzen kann, vorausgesetzt, es taugt und kann was.
Das darf dann gerne brummen, klappern, klingen, klirren oder wie im heutigen Fall auch mal leise vor sich hin wummern.
Soll heißen, ob mit Strom oder ohne, aus Glas, Metall, Porzellan oder Stein? Gerne!
Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Nun hat man mir schon länger mal beim schwäbischen Italiener des Vertrauens nahegelegt, ich möge mal echtes Pesto zeigen auf diesem, meinem Blog.
"Oimol was Gscheits." Tja.
Eines unserer liebsten Sommergerichte ist Ratatouille. Gerne mit Auberginen und frischen Tomaten, Rosmarin, Knoblauch, Salbei, dem ganzen mediterranen Pipapo.
Schön angerichtet, in Muster gelegt, überbacken, fein!
Ich hab sie auch schon - etwas weniger hübsch angerichtet - im Slowcooker zubereitet und sie war auch gut.
Wenn´s aber schnell gehen soll und uns das kleine Feierabendhüngerchen überkommt, dann gibt´s ganz handfest Letscho. Das war schon bei meiner Mama so, Bei ihr
wanderten oft genug die Wurstreste mit in den Topf, die von der Woche übrig waren und auch weich gewordene Tomaten wurden verwertet.
Vor vielen Jahren, es muss Anfang der 90er gewesen sein, saßen zwei damals noch recht junge Touris aus Deutschland in einem chinesischen Restaurants im Londoner
Stadtteil Soho und verblüfften das Service- und Küchenpersonal. Nicht etwa, weil wir (ja, ich gebe es zu, ich war die eine davon, die andere war eine liebe Freundin, deren Namen ich hier nicht
nennen will. Hüstel. Carina!) so toll gewesen wären oder so elegant, eloquent oder weltgewandt. Nein, weil wir es fertig brachten, uns zu zweit durch die halbe Speisekarte zu
futtern. Noch dazu in einem Restaurant, das etwas abseits der Tourirouten lag und eher von älteren chinesischen Herrschaften frequentiert wurde. Unsere Anwesenheit und vor allem die
Menge, die wir zwei vertilgen konnten, war anscheinend so verblüffend, dass an einer Stelle das Personal aus der Küche kam, um uns ganz offen zu bestaunen. Wahre Geschichte!
Also gut, das läuft jetzt unter Küchenexperiment: Ich koche heute eine Indische Hühnersuppe Chicken Rasam.
Experiment deshalb, weil wir neulich in einem indischen Restaurant eine Naatu Kozhi Rasam, also eine Suppe vom Landhuhn gegessen haben und allesamt ziemlich begeistert waren. Die war so gut!
Klar, dass ich danach gleich losgetrabt bin, um ein Suppenhuhn zu kaufen.
Problem: Mittlerweile habe ich etwa zwanzig Rezepte gefunden, die der Optik nach der Suppe vom letzten Restaurantbesuch sehr, sehr nahe kommen. Leider sind die
Rezepte sehr unterschiedlich und jetzt weiß ich ja auch nicht...
